Grußwort Oberbürgermeister Bernhard Ilg

 

Liebe Kunstfreunde,

 

„L´Art pour l´Art“ ist ein ursprünglich provokantes, später viel zitiertes und immer wieder stark diskutiertes Schlagwort aus der französischen Literaturszene des späteren 19. Jahrhunderts. Sinngemäß bedeutet es „die Kunst um der Kunst willen“. Darin kommt zum Ausdruck, dass die Kunst in erster Linie frei sein soll, Neues zu erschaffen und dafür ihren eigenen Gesetzen zu folgen. Dieser ehemals revolutionäre Kunstbegriff wirkt bis heute nach. In älteren Zeiten dagegen war die Kunst oft weniger zweckfrei. Sie diente zwar ebenfalls der Verarbeitung und Überhöhung von menschlichen Lebensinhalten. Kunst war aber – aus heutiger Sicht „ganz banal“ – oft auch Mittel der Information und der Repräsentation.

 

Die moderne Gehirnforschung betrachtet Kunst seit Jahren aus einer gänzlich anderen Perspektive. Vielfach ist in den letzten Jahrzehnten untersucht worden, wie sich künstlerische Betätigung auf die Entwicklung und das Verhalten des Menschen auswirkt. Die Ergebnisse bestätigen: Die Ausübung von verschiedensten Formen von Kunst – Literatur, Musik, Theater, Tanz, bildende Kunst – beeinflusst den Menschen positiv. Kinder und Jugendliche verbessern ihr Lernverhalten durch Kunst- und Musikunterricht. Menschen mit Migrationshintergrund erreichen in Theater- oder Tanzprojekten große Erfolge. Viele Kunstbetriebe wie Orchester oder Museen sind heute ohne zielgruppengenaue konzert- oder museumspädagogische Angebote kaum mehr vorstellbar. Und zahlreiche Vereine und Initiativen bieten künstlerische Arbeit für bestimmte Zielgruppen an. Oder sie sind ein Zusammenschluss von Menschen, die unter besonderen Bedingungen Kunst machen und damit eben auch einen außerkünstlerischen Zweck verfolgen.

 

Die noch junge Initiative „Schlüssel für alle e.V.“ setzt sich für die Rechte und die Teilhabe von Gehörlosen am gesellschaftlichen Leben ein – und feiert den fünften Jahrestag ihres Bestehens mit eine Kunstausstellung. Die Bilderschau „Meine Welt – Deine Welt, Kunst sehen – Kunst erleben“ zeigt für mich damit sehr deutlich, dass freie Kunst und außerkünstlerischer Zweck am Ende kein Gegensatz sein müssen. Hier zeigen sowohl erfolgreiche „freie Künstler“ als auch Amateure ihre Werke. Hier werden Ergebnisse individueller Suche nach künstlerischem Ausdruck vorgestellt. Und hier teilen sich Menschen einer breiteren Öffentlichkeit mit, für die Kunst wie für viele andere auch „zweckfreier“ Lebensinhalt und viel mehr ist, als die reine Mitteilung von Faktischem. Gehörlosigkeit ist für die Künstler dann vielleicht auch beides: Einschränkung und Ansporn zu einer besonderen künstlerischen Zuspitzung. Am Ende aber führt die Auseinandersetzung mit sowie das Zeigen von Kunst zu einer vertieften Kommunikation - und eben zu der besseren Teilhabe, der sich „Schlüssel für Alle e.V.“ verschrieben hat.

 

„Eine eigenständige Kultur bedeutet für Gehörlose ein Leben mit allen Sinnen und Gefühlen“ sagt Johann Kalteis, der Vorstand des Vereins. Ich wünsche dem Verein gute weitere Jahre, den Ausstellenden ein anhaltend erfülltes Künstlerleben und der Ausstellung in Heidenheim einen großen Erfolg.

Bernhard Ilg, Oberbürgermeister

 

 


 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

Kommunikation ist in unserer Gesellschaft unabdingbar und unverzichtbar. Kommunikation ist dabei jedoch nicht auf Sprache - und somit das Hören - beschränkt. Kommunikation kann auf vielen verschiedenen Wegen stattfinden und in vielfacher Weise Ausdruck finden. Hierfür zu sensibilisieren und diese Möglichkeiten zu verdeutlichen ist eine wichtige Aufgabe, die sich der Initiative Schlüssel für Alle e.V. gesetzt hat.

 

Seit nunmehr fünf Jahren bietet der Gehörlosenverein Informationen und Aufklärung für Menschen mit Hörbehinderung, die in einer Welt der Hörenden vor zahlreichen Herausforderungen stehen. Diese beiden Welten zusammenzubringen und gleichzeitig eine Form der Kommunikation - die Kunst - zu veranschaulichen, ist auch Ziel der Ausstellung „Gehörlose Kunst“, mit der unter dem Motto „Meine Welt - Deine Welt, Kunst sehen - Kunst erleben“ der fünfte Geburtstag des Vereins gefeiert wird. Die Vielfalt in der Kunst, die hier gezeigt wird, spiegelt gleichzeitig ein Stück der Vielfalt unserer Gesellschaft wider, in der die Teilhabe für alle Menschen - mit oder ohne Behinderungen - auch vom hier gezeigten bürgerschaftlichen Engagement und von einem vorurteilsfreien Miteinander abhängt. Gerade der Weg über die Kunst wird hierbei sicherlich weitere Hürden abbauen. Kunst bringt Menschen zusammen, Kunst schafft Dialog, schlicht: Kunst verbindet.

 

In diesem Sinne wünsche ich den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern sowie allen Gästen eine schöne Ausstellung. Gleichzeitig möchte ich dem Gehörlosenverein Initiative Schlüssel für Alle e.V. zu seinem fünften Geburtstag gratulieren und mich herzlich bei allen bedanken, die daran mitgearbeitet haben, diese Ausstellung zu realisieren.

 

Ihr

Thomas Reinhardt

Landrat

 

 



April:

 

Am Samstag, 25.04.2015 bis Sonntag, 26.04.2015

 

Kunstausstellung - Gehörlose Kunst

 

Motto: Meine Welt - Deine Welt,

          Kunst sehen - Kunst erleben

 

Congress-Centrum Heidenheim/Brenz

 

Congress Centrum Heidenheim

Unser Gehörlosenverein „Schlüssel für Alle e.V.“ freut sich sehr darüber, dass

 

Herrn Andreas Stoch, Abgeordneter des Landtags von Baden-Württemberg,

 

sich bereit erklärt hat, die Schirmherrschaft für unsere

 

Ausstellung „Gehörlose Kunst“

 

zu übernehmen.

 

Mit dieser Zusage engagiert sich der Landtagsabgeordnete aktiv für die Rechte gehörloser und hörgeschädigter Menschen auf mehr Eigenständigkeit und Selbstbestimmung gemäß der UN-Menschenrechtskonvention. Schirmherrschaft und Kunstausstellung setzen damit ein gemeinsames, bildungspolitisches Signal der Verständigung.

 

Das Motto „Meine Welt – Deine Welt, Kunst sehen – Kunst erleben“ erhält dadurch eine noch bessere, verbindende Bedeutung zwischen hörgeschädigten und hörenden Menschen.

 

Lesen Sie hier  das Grußwort unseres Schirmherrn!

 

 

 

Herr Andreas Stoch, wir danken Ihnen bereits jetzt für Ihre Zusage und werden unser Bestes für eine gelungene Ausstellung im Sinne besserer Verständigung und Kommunikation über Kommunikationsbarrieren hinaus geben.

 

Johann Kalteis


Heidenheimer Zeitung vom 22.April 2015


Wildpark Eichert

 

Der Wildpark Eichert auf dem Schlossberg liegt in reizvoller Landschaft mitten im Wald. Der städtische Park mit über 30 ha großzügigen, alpin anmutenden Wildgehegen lädt zur Erholung und zur Begegnung mit der Natur ein. Er ist so konzipiert, dass der Besucher zwischen einer kleineren oder größeren Rundwanderung wählen kann. In großen Gehegen leben Damwild, Sikawild sowie Steinböcke und Rothirsche, außerdem Mufflons und Wildschweine. Im neu geschaffenen Biotop ist das Zusammenleben von Enten, Gänsen, Hühnern und Fasanen zu bestaunen. Interessantes über Ökologie, Wald und Wild erfahren Sie anhand von informativen Schautafeln. Von Richtung Naturtheater kommend gibt es einen großen Waldspielplatz mit Grillstelle, der zum Verweilen einlädt. Füttern ist nur mit speziellem Futter aus den aufgestellten Automaten (Portion 0,10 €) erlaubt.

Gehen Sie auf die Pirsch durch den Mischwald, der zu jeder Jahreszeit zum Entdecken einlädt. Beobachten Sie in natürlicher Umgebung das lautstarke Familienleben der Wildschweine, die Kletterkünste von Gams- und Steinbock oder das eifersüchtige Wachen des majestätischen Hirsches über sein Rudel.

Naturtheater-/ Waldspielplatz gegenüber Congress Centrum

  • viele ausgefallene Schaukeln und Wippen
  • abenteuerliche Indianerkletterburg
  • Grillstelle
  • viel Platz zum Toben oder Sich zurück ziehen
  • Fußballfeld mit Toren


ca. 3 min zu Fuß entfernt!


Raum für Kinderbetreuung


Liebe Mitglieder und Interessierte,

 

wer als Familie mit Kindern zur Kunstausstellung kommen möchte, kann dort in einem Raum seine Kinder zur Beschäftigung unterbringen. Der Raum wird freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Dort kann dann gemalt, gespielt, etc. werden. Es sind dort 2 Betreuerinnen vorhanden, die sich kümmern.

Direkt beim Congress Centrum wird ein Plakat zur Kinderbetreuung angeschlagen, damit es jeder sieht und den Raum findet.

 

Es wäre schön, wenn jemand ein paar eigene Spielsachen oder ähnliches mitbringt, wir haben nur Papier und Malstifte da.

 

An der Raum – Tür ist ebenfalls ein Plakat vorhanden.

 

Als Alternative gibt es gegenüber ca. 3 min zu Fuß entfernt (draußen) einen großen Spielplatz, vorausgesetzt das Wetter spielt an dem Tag mit.