Willkommenskultur in der deutschen Gebärdensprachgemeinschaft Vortrag und Diskussion

 

Termin:

Freitag, 02.09.2016, 18.00 Uhr

Veranstaltungsort:

Gruppenraum im Sozialzentrum Am Wedelgraben 8, 89522 Heidenheim

Referent:

Harro Drescher

Einladung an:

alle – Veröffentlichung über Plakate

 

Bereits vor 18 Uhr bereiteten wir im Gruppenraum alles für den Vortrag vor, stellten Getränke und Essen in die Küche, richteten Stühle und Tische im Gruppenraum her, wie auch zum Schluss noch Beamer, Leinwand, etc.

Für die Installation der Technik kam der Kommunikationstechniker Herr Braun vorbei. Er installierte uns den Beamer mit Laptop für eine gute Darstellung auf der Leinwand. Zum Glück ging alles gut.

Herr Harro Drescher war im Stau gestanden und kam doch rechtzeitig an. Da brauchte er erst mal einen Kaffee, und so langsam haben wir uns gegenseitig kennengelernt.

Mit etwa 20 Minuten Verspätung konnten wir mit dem Vortrag über die Willkommenskultur für taube Flüchtlinge beginnen.

 

Herr Kalteis begrüßte alle Mitglieder und Gäste, die zu dem Vortrag gekommen waren. Er stellte sich und den Verein „Initiative Schlüssel für Alle e.V.“ Herrn Harro Drescher vor.

Herr Drescher stellte sich selbst vor, begrüßt alle Zuhörer und informierte sie über den Ablauf dieser zweitägigen Veranstaltung. Er erzählte von seiner Arbeit und wie er dazu kam, diesen Vortrag zu halten. Er gab uns ein gutes Profil zu seinem Hintergrund.

Dann begann Herr Drescher mit seinem Vortrag und berichtete ausführlich über das Thema von tauben Flüchtlingen.

„Help for deaf refugees!“ war der Titel seines Vortrags. Hilfe für taube Flüchtlinge!

Wir erfuhren nun mehr zu den offenen Fragen:

-        Helfen, aber wie?

-        Wie funktioniert die Kommunikation?

-        Gibt es eine Vernetzung mit anderen Einrichtungen?

-        Wer sind die Ansprechpartner?

-        Ehrenamt – wieso?

 

Herr Drescher erzählte auch Erlebnisse und Erfahrungen mit tauben Flüchtlingen, denen er persönlich begegnet war und die ihm von ihrer Flucht erzählten.

Er erklärte die Statistik: „ Fast 60 Millionen auf der Flucht“.

Er nannte die verschiedenen Herkunftsländer, wo die meisten Flüchtlinge herkommen.        

-        In den letzten 5 Jahre sind 15 Konflikte ausgebrochen oder neu aufgeflammt.

-        Millionen mussten fliehen.

 

Flüchtlinge kommen aus verschiedenen Gründen:

-        Menschenrechtsverletzungen und politische Verfolgung

-        Krieg und Bürgerkrieg (Syrien, Irak)

-        Hunger und Armut

-        Religiöse Verfolgung

-        Sexuelle Verfolgung

-        Umweltkatastrophen

-        Auf der Suche nach Schutz vor Diskriminierung

 

„Auf der Flucht“ bedeutet:

  • Niemand verlässt seine Heimat ohne wichtigen Grund
  • Tausende sterben auf dem Weg in die Sicherheit, andere werden eingesperrt, gefoltert, erpresst, misshandelt.
  • Die Flucht dauert manchmal viele Jahre
  • Im Jahr 2015 sind schon über 2000 Menschen bei der Flucht über das Mittelmeer gestorben.
  • Es gibt keine sicheren Wege zum Menschenrecht auf Asyl.
  • Die Flucht macht Menschen krank an Leib und Seele.

Herr Drescher nennt wichtige Zahlen für Deutschland und behandelt Themen wie:

  • Taube Asylbewerber
  • Ein Flüchtling – wer ist er?
  • Das brauchen Flüchtlinge.
  • Flüchtlinge Willkommen – mein Engagement.

Immer wieder erzählte er auch von seinen persönlichen Begegnungen mit tauben Flüchtlingen, Treffen mit Gruppen, Einladungen, Hilfsaktionen, Unterstützung mit Essen usw.

Der Vortrag dauerte fast 2 Stunden. Wir erlebten durch Herrn Dreschers Erzählungen anschaulich die Situation tauber Flüchtlinge: auf der Flucht geschlagen, Angst, bis sie endlich in Deutschland ankommen, dort leider die Kommunikationsbarriere usw.

Dann, zum Schluss gab es Antworten auf unsere wichtigsten Fragen:

  • Wie können wir helfen?
  • Wer ist Ansprechpartner?
  • Welche Einrichtungen helfen?
  • Wie können wir eine Vernetzung aufbauen, uns verbinden, ehrenamtliche Helfer suchen usw.?

Nach einer kurzen Pause gab es die Möglichkeit für weitere Fragen und Diskussionen über das Thema, was noch eine knappe Stunde dauerte.

Allerdings hatten wir uns zuvor in einer Zwischenpause mit Getränken und Sandwiches gestärkt.

 

Ungefähr um 22.00 Uhr beendeten wir den Vortrag und die Diskussionen. Alle würden sich ja am nächsten Tag zum Workshop wieder sehen und nochmals mit dem Thema arbeiten.

 

 



Willkommenskultur in der deutschen Gebärdensprachgemeinschaft

Vortrag und Diskussion am Freitag, 02.09.2016

Herr Kalteis und Herr Drescher stellen sich vor.
 

Herr Harro Drescher erklärt den Ablauf.
 

Herr Drescher bei seinem Vortrag
 

Er erzählte viele interessante Dinge
 

Help for deaf refugees!

Wir helfen taube Flüchtlinge!